Aufgrund der günstigen Lage wurden im Canyon des Flusses Cetina schon sehr früh Mühlen gebaut. Die frühesten Aufzeichnungen über Mühlen in dieser Gegend stammen aus dem Jahr 1722.
Diese Mühle kaufte Nikola Radman, welche er zusammen mit seinen Söhnen gründlich rekonstruierte, modernisierte und erweiterte und wurde von der Familie Radman als Sommerhaus benutzt. Die so umgebaute Mühle wirkte wie ein Landhaus oder Herrenhaus. Der südliche Teil des Gebäudes hatte einen wirtschaftlichen Charakter und der nördliche diente zum Wohnen. Im östlichen Teil gab es ein kleineres ovales Becken und einen Taubenschlag. Entlang des Flusses und im Park wurden Pfauen, Fasane, Enten und Schwäne gezüchtet. In der Mitte dieses Parks wurde eine Platane gepflanzt, heute einer der größten Bäume in Mitteldalmatien. Hier waren damals auch antike und mittelalterliche Steinfragmente und Kunstwerke ausgestellt.
Neben dem kleinen Park und dem Wassereinlass zum Betreiben der Mühlen, welcher „Potok“ (Bach) genannt wurde, wurde ein Wasserbecken - eine Forellenzucht angelegt.
Die beschriebenen Arbeiten wurden zwischen 1840 und 1848 durchgeführt. Im Januar 1848 fand die Eröffnung der Mühle statt. Die Mühle konnte, wie heute, über den Fluss und über Land erreicht werden. Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, ist sie ein Beispiel für bürgerliche Biedermeier-Architektur, die in Dalmatien nur wenig erforscht ist.
Heute ist die Radman Mühle als Restaurant und Ausflugsort konzipiert - wo man im Schatten hoher Bäume den Geist der Vergangenheit spüren und lokale Spezialitäten genießen kann.